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FANCONI ein ernstes Problem
für die Basenjizucht in Deutschland?

1978 bin ich in den Basenji-Klub Deutschland eingetreten. Seit 1980 besitze ich Basenjis.

Seit vielen Jahren habe ich mich intensiv mit dieser Rasse befasst und sie als Klubmitglied gefördert. Durch meinen brieflichen Kontakt mit Mrs. Veronica Tudor-Williams ( eine bedeutende Züchterin aus der Anfangszeit der Basenjizucht in Europa ) wurde mir frühzeitig deutlich, wie wichtig es ist, stets auch die langfristige Gesunderhaltung der Basenjis im Blick zu haben.

Mit zunehmender Sorge beobachte ich seit einigen Jahren, daß sich die ehemals als besonders gesund geltende Rasse Basenji zu einer von der Erbkrankheit FANCONI ernsthaft bedrohten Rasse entwickelt hat.
Sie finden zu FANCONI einen aktuellen tiermedizinischen Artikel.

Da ich inzwischen zu der Überzeugung gekommen war, daß der BKD u. a. auch auf dieses Problem nicht angemessen reagieren kann oder will, habe ich 1998 meine Mitgliedschaft beendet und mich dem Freundeskreis - Basenji angeschlossen.
Es ist bekannt das der damalige 2. Vorsitzende des BKD am 13.01.1998 mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurückgetreten ist und seine Mitgliedschaft im BKD beendet hat.
Der Vorsitzende der Zuchtkommission und der Hauptzuchtwart sind im Frühjahr 1999 von ihren Ämtern zurückgetreten.

Meine Freundin Frau Dr. Susanne Altweger hat mit ihrer 1993 an Fanconi erkrankten Basenjihündin
Basiateck's Irette ( 1994 im Alter von 7 1/2 Jahren erst richtig erkannt ) bis 1999 zusammengelebt. Ich weiß daher sehr genau, wovor ich warne. Sie hat über den Krankheitsverlauf in der Basenjiklubzeitschrift berichtet und auf dem Züchterseminar am 06. Februar 1999 in Sindelfingen einen umfassenden Vortrag zum Thema Fanconi gehalten und die anwesenden Züchter vor der Vererbungsgefahr gewarnt.

Die Erbkrankheit FANCONI.

Ich begrüße es daher außerordentlich, dass der schweizerische Basenji - Club sich des Problems tatkräftig angenommen hat. Dort wurden die direkten Nachkommen des Rüden Multi Champion Bokoto Nile Starfarer's Gem genannt "Balu" ( verstorben im Februar 1999 ) von der Zucht ausgeschlossen.
Offenbar gibt es diese Vorsorge bisher in Deutschland nicht. Ich bin der Meinung, daß erbbelastete Hunde auch in Deutschland von der Zucht ausgenommen werden müssen.

Bislang kann ich nicht erkennen, daß diese Krankheit und das hohe Risiko der Vererbung von den "Offiziellen im BKD" nicht nur erkannt, sondern auch angemessen, d. h. vor allem offen diskutiert und wirksame Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Im Gegenteil habe ich den Eindruck gewonnen, daß weiterhin unbekümmert, wenn nicht gar verantwortungslos mit erbbelasteten Hunden gezüchtet wird, das Problem also offenbar nach wie vor "unter den Teppich gekehrt wird". Ich bin absolut davon überzeugt, daß diese "Vogel - Strauß - Politik" unverzüglich aufgegeben werden muß.

Abschließend appelliere ich dringend an alle, denen der gesunde Fortbestand dieser Rasse am Herzen liegt, sich dafür einzusetzen, daß die Erbkrankheit Fanconi auch in Deutschland als Problem endlich überall offen diskutiert und schnellstens die geeigneten und notwendigen Maßnahmen zum Schutze der Rasse ergriffen werden.

Urike Brammer