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In den USA, im Internet-Forum der Basenji-Züchter (siehe
1), hat die Neuheit der Entscheidung des Zuchtverbotes wegen Fanconi
durch den BA-CH wie eine Bombe eingeschlagen. Die Reaktion der grossen
Mehrheit der US-Züchter war negativ. eine kleine Minderheit war einverstanden,
wie der BA-CH dieses Problem angegangen hat.
Sicher, man muss die Situation in den USA kennen, bevor man die Reaktionen
beurteilt. In den USA gibt es keine Ankörung, der American Kennel Club
ist nur Admistrativstelle für Ahnentafeln und Registrierung, nicht jedoch
für Regulierung. Ein grosser Teil der verkauften Hunde werden mit restriktiven
Verträgen verkauft (Hund muss sterilisiert werden, Zuchtverbot, Mitbesitz
u.ä.) Die Sterilisation der Hunde ist sehr üblich, in einigen Staaten
sogar obligatorisch für alle Nicht-Züchter, um die Produktion der Hunde
zu beschränken (siehe 2). Dazu sei nur gesagt, dass dies im grossen
Widerspruch steht zur Forderung nach der totalen Freiheit der Züchter.
Die kleinste Einschränkung der Züchter ruft sofort eine grosse Opposition
auf den Plan.
Hier die wichtigsten Reaktionen:
1. Die Freiheit des Handelns:
Der US-Züchter duldet kein Organ, dass sich in seine Angelegenheiten
einmischen kann. Dies widerspreche den Grundprinzipien Amerikas. Die
englischen und die australischen Züchter sind auf der gleichen Linie,
aber weniger absolut. Die restlichen Kontinentaleuropäer sind einverstanden
mit Einschränkungen, solange sie nicht direkt davon betroffen sind (eine
eher heuchlerische Haltung).
2. Das Genkapital des Basenji:
Sicherlich ist die Zuchtbasis des Basenji limitiert. Wenn man bedenkt,
dass alle Basenjis des Abendlandes von einigen Importhunden abstammen,
kann man dem nicht widersprechen. Sicher ist, dass ein Zuchtverbot für
eine Linie die Zuchtbasis noch schmälert. Die Blutauffrischung mit afrikanischen
Hunden kann nicht als bestimmend angesehen werden, da diese Hunde nur
beschränkt eingesetzte wurden (siehe 3). Aber die Beschränkung auf die
Zucht mit Champions (siehe 4) und die systematische Sterilisation von
Welpen schränkt die Zuchtbasis sicherlich mehr ein, als das punktuelle
Verbot von einigen Linien.
3. Die Übertragung des Fanconi-Syndroms:
Hier gibt es 3 Theorien für die Krankheit: Die reine Vererbung, die
Vererbung mit zusätzlichen äusseren Einflüssen wie Ernährung, die reinen
äusseren Einflüsse. Im Falle von “Balu” gab es diese 3 Meinungen, immer
von Leuten die “genau Bescheid” wussten oder involviert waren.
Die US-Züchter denken im Allgemeinen, dass eine gute Zuchtselektion
die Krankheit reduzieren könnte oder ausrotten könnte (siehe 5). Aber
leider scheint es, dass sich die Krankheit weiter ausbreitet.
Anhänge:
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Die 300 Mitglieder dieses Forums (“Liste”) sind mehrheitlich Basenji-Züchter.
Der grösste Anteil davon befindet sich in den USA, eine Minderheit
in Australien und Europa.
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Man schätzt, dass es in den USA ca. 62 Mio. Hunde hat. Verschiedene
Staaten verbieten den Verkauf von Hunden an Private, ohne dass die
Hunde sterilisiert sind. Es kann befremden, dass die Züchter dies
unterstützen, aber so gibt es weniger Konkurrenz.
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Die aus Afrika importierten Rüden haben gemäss offiziellen Angaben
nur 21 Würfe gemacht. die Hunde waren auf Krankheiten untersucht (PPM,
Colomba, H.A., HD) und sie wurden sofort im Stammbuch aufgenommen,
ohne sich an die 3-Generationen-Regel zu halten (nach der über 3 Generationen
die Hunde nur im Anhang aufgeführt werden).
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Ch. Akuaba Tornado “Nate” von Susan Coe ist der am häufigsten verwendete
Rüde in den USA. Er hat über 100 Würfe befruchtet und 140 Champions
produziert. Er war bereits Grossvater im Alter von 2 Jahren. Bei ihm
Wurde Fanconi mit 8 Jahren festgestellt. Seine Nachzucht wurde zum
Teil wieder untereinander gekreuzt. Verschiedene dieser Hunde sind
in Europa. Er lebt bei Susan Coe nach der Behandlungsmethode von Steve
Gonto. Es gibt mehrere analoge Fälle wie “Nate”, aber keiner mit einer
so hohen Anzahl Nachzucht.
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Gemäss Statistik hat es in den USA 2940 Basenjis mit Fanconi. Die
Folge von Tornado ist noch nicht in diesen Zahlen enthalten, da die
Krankheit in der Regel nach dem 6. Altersjahr ausbricht.
Edoardo
Bernasconi
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